Überraschend positive Nachrichten aus den USA: Die Wirtschaft des Landes hat im Frühjahr einen stärkeren Anstieg verzeichnet als von Experten prognostiziert. Laut ersten Schätzungen des Handelsministeriums stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um annualisierte 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Ökonomen waren zuvor lediglich von einem Wachstum von 2,0 Prozent ausgegangen. Zum Vergleich: Im ersten Quartal dieses Jahres legte die größte Volkswirtschaft der Welt um 1,4 Prozent zu.
Interessanterweise werden die US-Wachstumszahlen auf das Jahr hochgerechnet. Das bedeutet, sie spiegeln wider, wie stark das Wachstum wäre, wenn das Tempo ein ganzes Jahr lang anhalten würde. In Europa hingegen verzichtet man auf diese Methode, sodass die Zahlen direkt nicht miteinander vergleichbar sind. Für eine angeglichene Perspektive müsste die US-Rate durch vier geteilt werden.
Diese stärkere Wachstumsrate könnte ein Signal für eine Stabilisierung und Erholung der US-Wirtschaft sein. Doch es bleibt abzuwarten, wie sich die nächsten Quartale entwickeln und welche langfristigen Trends sich abzeichnen werden.