10. Mai, 2026

Politik

US-Sanktionen treffen iranisches Ölexportgeschäft: Neue Wege für Tanker

US-Sanktionen treffen iranisches Ölexportgeschäft: Neue Wege für Tanker

Die jüngste Erweiterung der US-Sanktionen gegen Tanker, die iranisches Rohöl transportieren, hat einen wesentlichen Bestandteil dieses Handels zum Erliegen gebracht und die Ölzufuhr vom OPEC-Mitglied Iran zu seinem wertvollsten Kunden, China, verlangsamt.

Normalerweise besteht der Transport iranischen Öls nach China aus zwei Etappen. Zunächst verlassen sanktionierte oder Iran gehörende Tanker die heimischen Ölterminals und ankern dann an einem Zwischenpunkt in Südostasien, meist vor Malaysia. Hier erfolgt ein Schiff-zu-Schiff-Transfer, und ein anderer Tanker übernimmt den Transport nach China.

Mit den neuen Sanktionen stehen jedoch weniger Tanker für diese Route zur Verfügung, was den Druck auf den Handel erhöht und chinesische Raffinerien dazu zwingt, sich nach alternativen Lieferungen in Afrika und anderen Teilen des Nahen Ostens umzusehen. Die US-Regierung hat am 11. Oktober Sanktionen auf 20 Rohöltanker ausgeweitet und in den darauffolgenden Wochen weitere 12 hinzugefügt.

Bemerkenswert ist die Entwicklung um den Tanker Shanaye Queen, der im Oktober in die Sanktionsliste aufgenommen wurde. Während der Tanker seine Aktivitäten westlich der malaysischen Halbinsel eingestellt hat, segelt er nun in den Gewässern nahe Iran. Der Tanker wurde zudem in Marigold umbenannt und fährt nun unter der Flagge von Guyana statt Malaysia.

Die verstärkten Sanktionen haben die Dynamik des Handels verändert und neue Anforderungen an die Schifffahrtsindustrie gestellt, während die Marktakteure zur Anpassung gezwungen werden.