28. Mai, 2026

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US-Konsum im Todesstoß: Warum die Wut der Amerikaner Donald Trump stürzen wird

Die Stimmung der US-Verbraucher ist auf einem historischen Tiefpunkt angekommen. Während die Wall Street von Rekordhöhen träumt, entlarvt die Realität an den Zapfsäulen das Versagen der Wirtschaftspolitik. Die Angst vor der Teuerung wird für Trump zum politisch gefährlichen Bumerang.

US-Konsum im Todesstoß: Warum die Wut der Amerikaner Donald Trump stürzen wird
Die Stimmung der US-Verbraucher ist auf Rekordtief. Die Inflation und der Iran-Konflikt werden für Trump zum politisch gefährlichen Bumerang.

Der amerikanische Traum erstickt an der Zapfsäule und im Supermarkt

Es ist eine bittere Ironie, dass ausgerechnet die Institution, die den Wohlstand der Nation abbilden soll, nun das Ende einer Ära einläutet. Der Consumer Sentiment Index der University of Michigan ist auf den verheerenden Wert von 44,8 gefallen. Es ist der tiefste Stand seit Bestehen der Erhebung. Was sich in diesen Zahlen verbirgt, ist jedoch weit mehr als bloße statistische Trübnis. Es ist eine tiefsitzende Wut, die sich quer durch alle sozialen Schichten frisst.

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Die Menschen in den USA spüren täglich, wie ihre Kaufkraft durch die Inflation pulverisiert wird. „American consumers are angry about the economy. They don't like high costs for so many basics of life“, bringt es Heather Long, Chefökonomin der Navy Federal Credit Union, auf den Punkt. Dieser Zorn richtet sich nun mit voller Wucht gegen das Weiße Haus. Die Versprechen von Donald Trump, die Preise durch straffe Handelspolitik und Zollmaßnahmen zu zähmen, sind unter dem Druck der Realität in sich zusammengefallen.

Der Krieg am Persischen Golf erzwingt einen brutalen Verzicht

Die geopolitische Destabilisierung im Iran hat den US-Markt mit einer Welle der Teuerung überrollt, die das gesamte Gefüge aus den Angeln hebt. Durch die Blockade der Straße von Hormus sind die Energiepreise explodiert. Ein Anstieg der Benzinpreise um über 50 Prozent seit Kriegsbeginn auf rund 4,55 Dollar pro Gallone ist für Millionen Haushalte nicht mehr zu kompensieren.

Die Folgen sind in der gesamten Wirtschaft spürbar. Lieferketten sind unterbrochen, die Verfügbarkeit von Düngemitteln und Grundstoffen wie Aluminium ist massiv eingeschränkt. Die Verbraucher müssen feststellen, dass selbst die einfachsten Dinge des täglichen Bedarfs zu Luxusgütern verkommen. Es bleibt kein Spielraum mehr für Freizeit oder Urlaub, da jeder verdiente Dollar direkt in den Überlebenskampf fließt.

FinanzZeit
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Die politische Basis von Donald Trump bröckelt beängstigend schnell

Dass nun ausgerechnet Republikaner und Unabhängige den stärksten Stimmungseinbruch verzeichnen, ist ein Alarmsignal, das in Washington nicht ignoriert werden kann. Das Vertrauen in Trumps wirtschaftspolitisches Handeln ist erodiert. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass die Zustimmungswerte des Präsidenten bei seiner eigenen Wählerbasis auf einem Niveau angekommen sind, das an seine Rückkehr ins Weiße Haus erinnert – jedoch unter umgekehrten Vorzeichen.

Für die anstehenden Midterm-Wahlen im November ist das eine existenzielle Bedrohung für die republikanische Mehrheit. Die Wähler ohne College-Abschluss und Bezieher niedrigerer Einkommen sind es, die am härtesten getroffen werden. Sie fühlen sich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der US-Israeli-Konflikts im Iran und der Trumpschen Zölle zermalmt. Die Diskrepanz zwischen der politischen Rhetorik und dem leeren Geldbeutel ist kaum noch zu überbrücken.

Die Wall Street feiert eine Fassade ohne substanzielle Deckung

Es wirkt grotesk, wenn der Dow Jones Industrial Average Rekordhöhen erklimmt, während der Durchschnittsbürger den Gürtel immer enger schnallen muss. Anleger scheinen die fundamentale Krise der Realwirtschaft auszublenden, doch diese Entkoppelung ist ein gefährliches Spiel. Die ökonomische Wahrheit hinter den Aktienkursen ist trist: Der Großteil des Wohlstands steckt in Rentenkonten, die für die aktuelle Konsumflaute keine Hilfe bieten.

VermögenHeute
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„Consumers are still spending, but the cost of living crisis means that every last dollar in their wallets is getting paid out for life's bare necessities without any money leftover for entertainment or holidays“, warnt Christopher Rupkey, Chefökonom bei FWDBONDS. Die Hoffnung, dass Haushalte ihre Ersparnisse weiterhin zur Stützung der Wirtschaft anzapfen, dürfte sich mit dem Ende der Steuerrückerstattungssaison in Luft auflösen.

Die Federal Reserve steht vor der Prüfung ihres Lebens

Die Inflationserwartungen für die kommenden fünf Jahre sind sprunghaft auf 3,9 Prozent angestiegen. Das ist der Moment, in dem die Federal Reserve Farbe bekennen muss. Die bisherige Hoffnung, die Inflation würde sich von selbst wieder verankern, wird durch den aktuellen Bericht massiv untergraben. „The Fed can only look through the rising inflation rate during the oil price shock provided inflation expectations remain anchored“, mahnt John Ryding, Berater bei Brean Capital.

KapitalHorizont
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Sollte die Fed die Zinsen trotz der massiven wirtschaftlichen Abkühlung in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen, könnte sie den bereits angeschlagenen Konsum endgültig abwürgen. Es droht eine Stagflation, die das Land über Jahre lähmen könnte. Der US-Verbraucher ist derzeit das letzte Bollwerk gegen die Rezession – und er ist erschöpft, wütend und zunehmend unfähig, die steigenden Lasten weiter zu tragen.