27. Juli, 2026

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US-Börsen: Kaum Bewegung trotz Feiertagen und Technologieplus

US-Börsen: Kaum Bewegung trotz Feiertagen und Technologieplus

Nach einem langen Feiertagswochenende zeigten sich die US-Börsen unschlüssig in ihrer Richtung. Der Dow Jones Industrial, zuvor eher bewegungsarm, erlebte einen Rückgang um 0,67 Prozent auf 38.806,77 Punkte. Indes vermochte es der S&P 500 nach anfänglichen, zaghaften Gewinnen nicht, sich signifikant zu steigern und schloss mit einem marginalen Minus von 0,03 Prozent bei 5.302,88 Punkten. Kontrastierend dazu konnte der technologielastige Nasdaq 100 um 0,25 Prozent zulegen und landete bei 18.856,11 Punkten. Ein Vergleich der bisherigen Jahresleistung zeigt, dass der Dow hinter seinen technikaffinen Pendants hinterherhinkt.

Investorenaugen bleiben derweil auf die Geldpolitik der USA gerichtet. Hoffnungen auf Zinssenkungen wechseln sich ab mit vorsichtigeren Tönen seitens der Federal Reserve. Fed-Mitglied Neel Kashkari warnt davor, vorschnelle Entscheidungen ohne ausreichende Evidenz einer Inflationsabschwächung zu treffen. Marktunbewegend verhallten indessen sowohl gemischte Signale vom Immobilienmarkt als auch ein überraschend verbessertes Verbrauchervertrauen.

Eine behutsame Regulierungsänderung sorgte ebenfalls für Gesprächsstoff: Die Abwicklungszeit für Aktientransaktionen wird von Börsen in den USA, Kanada und Mexiko auf eintägige Zykluszeiten verkürzt, was das systemische Risiko herabsetzen soll.

Unter den Einzelaktien ragte Gamestop hervor, die mit einem Kurszuwachs von rund 22 Prozent die Börsenaufmerksamkeit auf sich zog. Durch frische Kapitalzufuhr via Aktienemission erweiterte Gamestop seine Kassenbestände um 933 Millionen US-Dollar.

Die Halbleiterbranche befand sich ebenfalls im Rampenlicht, angeführt von Nvidia, deren Aktien um stattliche 7,5 Prozent kletterten und so die Nasdaq-Spitzenposition erklommen. Die Kurssteigerung des KI-Schwergewichts setzt eine beeindruckende Jahresperformance fort. Dem Aufschwung von Nvidia folgten auch AMD, On Semiconductor, Qualcomm und Intel mit Zuwächsen von bis zu 4,3 Prozent.

Trotz einer Investition von über zwei Milliarden Dollar durch den aktivistischen Investor Paul Singer konnte Texas Instruments nur einen moderaten Kursgewinn von 0,4 Prozent verbuchen, was auf Bedenken bezüglich Singers Forderungen nach Investitionskürzungen zurückgeführt wird.

Apple erfreute sich einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent, unterstützt durch ermutigende Verkaufszahlen für iPhones in China. Rabatte an Handelspartner ließen die Verkaufszahlen im April deutlich anwachsen.

T-Mobile US konnte trotz anfänglicher Zurückhaltung gegenüber Akquisitionsplänen um 0,5 Prozent punkten. Mit dem Vorhaben, U.S. Cellular für 4,4 Milliarden Dollar zu erwerben, zeigt sich T-Mobile auf Expansionskurs. Die Aktien von U.S. Cellular legten demgemäß fast 4 Prozent zu.