Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche erneut gesunken. Konkret fiel die Zahl der Hilfsanträge um 10.000 auf insgesamt 235.000, wie das amerikanische Arbeitsministerium bekannt gab. Experten hatten hingegen einen Rückgang auf lediglich 238.000 Anträge prognostiziert.
An den Finanzmärkten haben die wöchentlichen Erstanträge eine hohe Bedeutung, da sie als unmittelbarer Indikator für die Lage des Arbeitsmarkts der größten Volkswirtschaft der Welt gelten. Die Marktentwicklung im Arbeitsbereich ist von zentraler Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve, da sie Aufschluss über die Entwicklung der Löhne und somit auch über die allgemeine Preisentwicklung liefert.
Trotz der hohen Zinsen zeigt sich der Arbeitsmarkt in den USA weiterhin stabil. Die Inflation hat sich zuletzt abgeschwächt und ist im Juni auf 3,0 Prozent gesunken. Dennoch bleibt die Federal Reserve vorsichtig und hat bisher keine klaren Signale für eine baldige Zinssenkung gegeben. Der Markt spekuliert jedoch auf eine erste Zinssenkung im September, nach dem starken Anstieg der Inflationsrate in den vergangenen Monaten.