Intel hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen 15 % seiner Belegschaft abbauen wird, was etwa 17.000 Arbeitsplätzen entspricht. Diese drastische Maßnahme erfolgt wenige Monate, nachdem der Konzern 8,5 Milliarden Dollar an Fördergeldern von der US-Regierung erhalten hat, um die Halbleiterfertigung im Land zu fördern.
Die Jobkürzungen sind Teil eines umfassenden Kostensenkungs- und Restrukturierungsplans. Intel-CEO Pat Gelsinger betonte in einer Mitteilung an die Mitarbeiter, dass es ein schwerer Tag für das Unternehmen sei: „Zusammengefasst müssen wir unsere Kostenstruktur an unser neues Betriebsmodell anpassen und grundlegend ändern, wie wir arbeiten.“ Unter anderem erfüllten die Umsätze nicht die Erwartungen.
Ursachen für den Einschnitt sieht Gelsinger in der herausfordernden Umsatzentwicklung und Margensituation. „Unsere Kosten sind zu hoch, unsere Margen zu niedrig“, so Gelsinger. Er kündigte an, trotz der Herausforderungen eine Kultur der Ehrlichkeit, Transparenz und des Respekts zu fördern.
Die Entscheidung, Arbeitsplätze trotz der jüngsten staatlichen Unterstützung zu streichen, sorgt für Kontroversen. Charles Payne, Moderator von „Making Money“, kommentierte auf X: „Wie ist das intelligent oder fair? Die Administration von Biden und Harris hat den reichsten Unternehmen der Welt Milliarden übergeben, auch vielen ausländischen Firmen.“
Intel beschäftigt weltweit etwa 116.500 Mitarbeiter. Der Halbleiterriese hat Fördermittel im Rahmen des CHIPS and Science Act erhalten, der 2022 unterzeichnet wurde, um die Halbleiterproduktion in vier US-Bundesstaaten zu fördern. Diese überparteiliche Gesetzgebung zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit mit China zu verbessern, indem sie die US-Produktion, Lieferketten und nationale Sicherheit stärkt sowie in Forschung und Technologie investiert.
Gelsinger äußerte in einem Interview, dass die Marktbedingungen unterschiedlich gewesen seien und Anpassungen erforderlich machten. Insbesondere der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz habe die Marktverhältnisse unerwartet stark beeinflusst. Durch die Verschiebung der Nachfrage hin zu KI-Chips, wie denen von Nvidia, sank Intels Umsatz um 1 % auf 12,8 Milliarden Dollar, während das Unternehmen einen Verlust von 1,6 Milliarden Dollar verzeichnete, verglichen mit einem Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar im Vorquartal.
Intel und das Weiße Haus haben auf Anfragen von FOX Business bisher nicht geantwortet.