Donald Trump ist erst seit zwei Wochen der designierte Präsident, doch bereits jetzt führt er aus, wie viel Respekt und Einfluss er gegenüber den anderen Regierungszweigen durchsetzen kann. Gleichzeitig erkundet er, inwieweit er die 235 Jahre alte Verfassung der USA seinen Zielen anpassen kann.
Ein Blick auf die Kandidaten, die er für sein Kabinett oder bedeutende Behörden der Exekutive in Betracht zieht, zeigt bereits, dass es zu Kontroversen kommen könnte. Traditionell nimmt der US-Senat seine Verantwortung ernst, die vorgeschlagenen Kandidaten des Präsidenten genau zu prüfen und darüber abzustimmen. Doch Trump will offenbar einige eindeutig unqualifizierte Personen ernennen, was seine Verbündeten dazu veranlasst hat, die Idee zu verbreiten, dass Trump mit Unterstützung des Repräsentantenhauses den Senat in eine Zwangspause schicken könnte.
Ein solcher Schritt würde es Präsident Trump ermöglichen, den Bestätigungsprozess des Senats zu umgehen und auf sogenannte "Recess Appointments" zurückzugreifen. Solche Ernennungen würden während der Pausen des Senats durchgeführt und könnten die Notwendigkeit eines formellen Bestätigungsprozesses umgehen.