Die Aktien des Industriekonzerns Thyssenkrupp stehen erneut unter starkem Druck, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal enttäuschende Zahlen präsentiert hat. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate verloren die Aktien um acht Prozent und fielen auf 3,56 Euro im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs. Mit diesem Kursrutsch nähert sich der Wert bedrohlich dem Rekordtief von 3,28 Euro, das im März 2020 erreicht wurde.
Die schwierige Marktlage zwingt den Konzern zu einer pessimistischen Einschätzung für das laufende Geschäftsjahr. Der weiterhin fordernde Markt trägt zu einem signifikanten Umsatzrückgang bei, und eine kurzfristige Stabilisierung scheint nicht in Sicht. Das Unternehmen sieht sich aufgrund dieser Umstände gezwungen, seine Prognosen weiter zu senken.
Händler bemängeln, dass Thyssenkrupp auch diesmal nicht in der Lage war, einen positiven freien Mittelzufluss zu generieren. Die Enttäuschung über die anhaltend schlechte Performance des Konzerns ist daher groß und lässt Anleger weiter skeptisch in die Zukunft blicken.