Thames Water, das größte Wasserunternehmen Großbritanniens, hat eine regulatorische Strafe in Höhe von £104 Millionen erhalten. Grund für dieses schwere Bußgeld ist das Missmanagement seiner Abwasserbehandlungseinrichtungen. Diese zusätzlichen finanziellen Belastungen setzen das ohnehin schon angeschlagene Unternehmen weiter unter Druck. Thames Water kämpft aktuell um sein wirtschaftliches Überleben. Die Regulierungsbehörde Ofwat verkündete, dass neben Thames Water zwei weitere Unternehmen, Yorkshire Water und Northumbrian Water, wegen Verletzung der Lizenzbedingungen bestraft wurden. Diese Unternehmen hatten es versäumt, ihre Abwasserbehandlungsanlagen angemessen zu modernisieren oder zu warten und zu betreiben, so die Behörde. In der Folge sind die sogenannten „kombinierten Abwasserüberläufe“ – die dafür konzipiert sind, eine Mischung aus Regen- und Abwasser unter außergewöhnlichen Umständen wie starkem Regen in Gewässer abzulassen – häufig überfordert. Das führt dazu, dass regelmäßig Abwasser in Flüsse und Meere eingeleitet wird. Yorkshire Water wurde mit einer Strafe von £47 Millionen belegt, während Northumbrian Water £17 Millionen zahlen muss. Acht weitere Unternehmen stehen derzeit noch unter Beobachtung und werden weiterhin überprüft.
Wirtschaft
Thames Water unter Druck: Millionenstrafe wegen Missmanagements