Südkoreas milliardenschweren Firmendynastien wie den Eigentümern von Samsung Electronics steht eine finanzielle Entlastung bevor, nachdem die Regierung den höchsten Erbschaftssteuersatz massiv senkt. Jahrzehntelang waren die Erben großer Unternehmensbeteiligungen mit einem drastischen Erbschaftssteuersatz von bis zu 60% konfrontiert, was sie zu komplizierten finanziellen Manövern zwang, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Präsident Yoon Suk Yeol plant nun eine spürbare Senkung dieser Abgabenlast. Laut einer Mitteilung des Finanzministeriums vom Donnerstag soll der Höchstsatz der Erbschaftsteuer von aktuell 50% auf 40% herabgesetzt werden. Zudem wird die bisherige Regel abgeschafft, die Unternehmensinhaber dazu verpflichtet, sogar noch höhere Steuern zu zahlen.
Diese Maßnahme dürfte für erheblichen Gesprächsstoff sorgen, da die südkoreanischen Erbschaftssteuern zu den höchsten weltweit zählen und seit Jahren umstritten sind. Kritiker werden argumentieren, dass die Reform den wohlhabendsten Familien des Landes unverhältnismäßig zugutekommt, während Befürworter die positive Wirkung auf die wirtschaftliche Stabilität betonen werden.