09. Juli, 2026

Wirtschaft

Steigendes Aufkommen von Falschgeld führt zu Besorgnis im Zahlungsverkehr

Steigendes Aufkommen von Falschgeld führt zu Besorgnis im Zahlungsverkehr

Im ersten Halbjahr dieses Jahres ist die Anzahl gefälschter Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr auf ein beunruhigendes Niveau gestiegen. Nach Angaben der Bundesbank wurden in diesem Zeitraum 38.578 gefälschte Geldscheine mit einem Nennwert von 2,4 Millionen Euro entdeckt. Dies markiert die höchste Halbjahreszahl seit 2017, als 39.685 gefälschte Banknoten identifiziert wurden, und stellt eine 29-prozentige Zunahme gegenüber dem zweiten Halbjahr 2023 dar.

Interessanterweise stieg der Gesamtschaden durch Falschgeld nur geringfügig um knapp 5 Prozent. Die Kriminellen konzentrierten sich offensichtlich auf die Fälschung kleinerer Scheine. Hervorzuheben sind hier die 50-Euro-Scheine, die mit einem Anteil von 37 Prozent am häufigsten nachgemacht wurden, gefolgt von 20-Euro-Scheinen, die 30 Prozent ausmachten, und 100-Euro-Scheinen mit einem Anteil von 15 Prozent. Auch die Quote der gefälschten 10-Euro-Scheine nahm merklich zu, obwohl sie mit einem Anteil von 7 Prozent vergleichsweise geringer ins Gewicht fallen.

Ein deutlicher Rückgang ist hingegen bei den Fälschungen von 200- und 500-Euro-Scheinen zu verzeichnen. Laut Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz macht diese Kategorie zusammen nur noch ein Zehntel der identifizierten Fälschungen aus. Trotz der jüngsten Zunahme bleibt das gesamte Falschgeldaufkommen in Deutschland auf einem niedrigen Niveau. "Insgesamt entfielen rein rechnerisch nur neun falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner“, erläutert Balz abschließend.