Die inflationären Erwartungen der Verbraucher in der Eurozone bleiben im Juni weitgehend stabil. Laut der Europäischen Zentralbank (EZB) prognostizieren die Konsumenten für die kommenden 12 Monate weiterhin eine Preissteigerung von 2,8 Prozent. Diese Werte halten sich auf dem niedrigsten Stand seit September 2021.
Auch die Inflationserwartungen auf Sicht von drei Jahren haben sich nicht verändert und verweilen bei 2,3 Prozent. Die erhobenen Daten stammen aus einer monatlichen Online-Umfrage der EZB, die etwa 19.000 Verbraucher aus elf Ländern umfasst.
Diese Erwartungen sind von erheblicher Bedeutung für die geldpolitische Ausrichtung der EZB. Die tatsächlich registrierte Inflation in der Eurozone zeigt seit einigen Monaten einen rückläufigen Trend und erreichte im Juni 2,5 Prozent. Damit nähert sich die Teuerungsrate wieder dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB von zwei Prozent an.
Im Juni hatte die EZB erstmals seit der großen Inflationswelle die Leitzinsen gesenkt. Während der Zinssitzung im Juli blieben die Zinssätze unverändert. An den Finanzmärkten besteht die überwiegende Erwartung, dass die nächste Zinssenkung im September erfolgen wird.