Sony hat seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Geschäftsjahr bis März angehoben, nachdem sowohl die Musik- als auch die Spielesoftware-Sparte im abgelaufenen Quartal überzeugende Ergebnisse erzielten. Der japanische Unterhaltungsgigant meldete für das Quartal, das im Juni endete, einen operativen Gewinn von ¥279,1 Milliarden ($1,9 Milliarden). Damit übertraf Sony die Konsensschätzung von ¥273,9 Milliarden sowie den Vorjahresgewinn von ¥253 Milliarden. Der Umsatz für das Geschäftsjahr wird nun auf ¥12,6 Billionen geschätzt, bei einem Betriebsgewinn von ¥1,3 Billionen. Beide Werte wurden leicht nach oben korrigiert. Die wichtige PlayStation-Sparte profitierte vom Erfolg eigener Spiele wie "Helldivers 2", wobei der größte Gewinnsprung durch vorteilhafte Wechselkurse erzielt wurde. Sony verkaufte 2,4 Millionen Einheiten der bereits in die Jahre gekommenen PlayStation 5, was deutlich unter den Erwartungen der Analysten von 3 Millionen lag. Das Musiksegment trug im Berichtsquartal den größten Anteil zum Gewinn bei. Erfolgreiche Künstler und die wachsende internationale Popularität von japanischem Anime führten zu höheren Einnahmen aus Merchandising und Live-Events sowie einem Plus bei den Streaming-Diensten wie Spotify. Sony hob die Umsatzprognose für beide Bereiche, Gaming und Musik, um 3% an. "Das Musiksegment hat sich zur idealen Cash-Cow entwickelt, die andere Unternehmen neidisch machen könnte," kommentierte der Analyst Hideki Yasuda von Toyo Securities. Er erwartet, dass das Segment in absehbarer Zukunft weiter expandieren wird. Zudem verbesserte sich die Produktionseffizienz von Sonys Bildsensoren, was zu einem Anstieg der verkauften Einheiten führte. Der globale Smartphone-Markt beschleunigte seinen Wachstumskurs im Juni-Quartal, wobei die Lieferungen um 6% stiegen, berichtete IDC. Sony-Kunden wie Xiaomi und Vivo waren führend bei der Ausweitung ihrer Einheiten. Analysten warnen jedoch, dass Sony vor neuen Herausforderungen stehen könnte, falls der Yen wieder an Stärke gewinnt. Da ein großer Teil der Umsätze aus dem Ausland stammt, einschließlich Konsolen-, Bildsensoren- und Unterhaltungslizenzverkäufe, hat die anhaltende Schwäche des Yen in den letzten Jahren die Bilanz des Unternehmens gestärkt.
Wirtschaft
Sony steigert Prognose dank starkem Musik- und Spiele-Geschäft