07. Juli, 2026

Wirtschaft

Siemens Energy erholt sich im dritten Quartal: Netzgeschäft als Lichtblick

Siemens Energy erholt sich im dritten Quartal: Netzgeschäft als Lichtblick

Siemens Energy hat im dritten Geschäftsquartal bemerkenswerte Fortschritte verzeichnet und dabei seine Verluste signifikant reduziert. Dank eines starken Netzgeschäfts konnte das Unternehmen seinen Umsatz auf vergleichbarer Basis um 18,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro steigern. Vor allem der Bereich der Netztechnik erwies sich als treibende Kraft hinter diesem Erfolg. Weder Währungseinflüsse noch Portfolioeffekte beeinflussten diese positive Entwicklung. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 49 Millionen Euro, wobei das Netzgeschäft den Großteil dieses Gewinns generierte. Die Windturbinen-Tochter Siemens Gamesa blieb jedoch ein Bremsklotz, wenngleich ihre Verluste im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert werden konnten. Im vergangenen Jahr kämpfte Gamesa mit massiven Qualitätsproblemen bei Landturbinen, was zu einem Milliarden-Minus führte und zwei betroffene Modelle aus dem Verkauf genommen wurden. Dementsprechend sank der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um fast 30 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Auch im Netzgeschäft gingen die Aufträge zurück. Dennoch konnte Siemens Energy einen Verlust von 102 Millionen Euro verzeichnen, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Milliarden-Verlust von 2,9 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Die Finanzzahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten leicht, und das Unternehmen bestätigte seine Prognosen. Zudem stellt Siemens Energy nun einen höheren Mittelzufluss in Aussicht als ursprünglich prognostiziert.