Der Portalbetreiber Scout24, bekannt durch seine Plattform ImmoScout24, verzeichnete im zweiten Quartal einen beeindruckenden Anstieg des Umsatzes um 14 Prozent auf knapp 140 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das in Berlin ansässige und im MDax gelistete Unternehmen profitierte dabei von einer steigenden Zahl neuer Kunden und einem hohen Interesse an Mitgliedschaften.
Scout24 konnte sowohl bei gewerblichen Kunden als auch bei privaten Immobilieninteressenten und Mietern eine signifikante Zunahme an Mitgliedschaften verzeichnen. Besonders bemerkenswert war der Anstieg im Privatsegment, wo die Zahl der abgeschlossenen Abonnements um rund 23 Prozent kletterte. Diese Mitgliedschaften ermöglichen es Kunden, beispielsweise Vermieter bevorzugt zu kontaktieren und in deren Postfächern eine prominente Platzierung zu erhalten.
Bereinigt um Sondereffekte wuchs der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 11 Prozent auf 87 Millionen Euro. Dies übertraf die Erwartungen der Experten leicht. Die etwas langsamere Gewinnentwicklung im Vergleich zum Vorquartal führte das Unternehmen auf höhere Personalkosten infolge der Übernahme von Sprengnetter sowie auf gesteigerte Marketingausgaben zurück.
Der Vorstand von Scout24 bleibt optimistisch und hält an den Jahreszielen fest. So soll der Erlös um neun bis elf Prozent steigen, wobei etwa 61 Prozent des Umsatzes als um Sondereffekte bereinigtes Ebitda übrig bleiben sollen. Im ersten Halbjahr erreichte das Unternehmen bereits eine Ebitda-Marge von 60,4 Prozent.