10. Mai, 2026

Politik

Saudi-Arabien übertrifft Nordamerikas Weltcup-Bewerbung im FIFA-Ranking

Saudi-Arabien übertrifft Nordamerikas Weltcup-Bewerbung im FIFA-Ranking

In einer kürzlich veröffentlichten technischen Bewertung von FIFA übertraf Saudi-Arabiens Bewerbung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2034 die kombinierte Bewerbung der USA, Kanada und Mexiko für den Wettbewerb 2026. Dies, obwohl das Königreich im Nahen Osten noch mehrere Stadien bauen muss, die für das Turnier geplant sind. Der Bericht lobte besonders die ambitionierten Stadionprojekte, darunter der atemberaubende 92.760 Sitzplätze fassende King Salman International Stadium in Riad, dessen Fertigstellung für das Jahr 2032 geplant ist.

Trotz eines leicht höheren Risikoprofils erhielt die saudische Bewerbung eine Durchschnittsbewertung von 4,2 von 5 Punkten, während Nordamerika auf 4,0 Punkte kam. FIFA hob hervor, dass innovative Projekte wie das Prince Mohammed bin Salman Stadium und das NEOM Stadium in der Entwicklung „The Line“ herausragendes Potenzial zeigten, jedoch auch neuartige Herausforderungen mit sich brächten. Die beeindruckenden Bauvorhaben sind Teil der Vision 2030 von Kronprinz Mohammed bin Salman, die darauf abzielt, die saudische Wirtschaft über den Ölsektor hinaus zu diversifizieren.

Besonders hervorzuheben ist, dass Saudi-Arabien der einzige Bewerber für die Weltmeisterschaft 2034 ist. Für das Jahr 2030 haben sich hingegen Marokko, Spanien und Portugal mit einer gemeinsamen Bewerbung ins Rennen begeben, wobei ihre Bewerbung ebenfalls eine Bewertung von 4,2 erhielt. Die Frage der Menschenrechte bleibt jedoch ein kritischer Punkt, wobei Organisationen wie Amnesty International reformative Maßnahmen fordern, bevor es zur abschließenden Abstimmung im nächsten Monat kommt.

Saudi-Arabiens Minister für Sport, Prinz Abdulaziz bin Turki Al Faisal, sieht die hohe Punktezahl der FIFA als Bestätigung der umfassenden Bemühungen des Königreichs und seiner entschlossenen Transformation. Er betonte die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure des Landes als Schlüssel für den bisherigen Erfolg der Bewerbung. Auch die Anpassung des Zeitfensters der Weltmeisterschaft aufgrund des Wüstenklimas, ähnlich der Winterausrichtung in Katar 2022, bleibt ein diskutiertes Thema.