Der weltweit größte Brauereikonzern AB InBev und der türkische Brauer Anadolu Efes mussten am Donnerstag mitteilen, dass ihr geplanter Geschäftsausstieg aus Russland nicht durch die russischen Behörden genehmigt wurde. AB InBev hatte im April 2022 die Entscheidung bekannt gegeben, seine Beteiligung an der russischen gemeinsamen Unternehmung an Anadolu Efes zu verkaufen, um sich nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine aus dem Land zurückzuziehen. Für den Verkauf waren jedoch behördliche Genehmigungen erforderlich. Laut AB InBev und Anadolu Efes wurden diese Genehmigungen nicht erteilt. Anadolu Efes erklärte, dass sie am Mittwoch über die Entscheidung informiert wurden und weitere Updates folgen würden. „Anadolu Efes und AB InBev überprüfen die Entscheidung“, heißt es in einer Erklärung von AB InBev. „Das Geschäft in Russland wird weiterhin unter der Leitung von Anadolu Efes geführt.“ Diese Nachricht reiht sich in eine Serie von gescheiterten Versuchen westlicher Unternehmen ein, Russland zu verlassen. So hatte Konkurrent Carlsberg seine russische Einheit beschlagnahmt gesehen, nachdem der Verkauf an einen unbekannten Käufer im Jahr 2023 angekündigt worden war. Carlsbergs CEO Jacob Jacob Aarup-Andersen nannte diesen Vorfall „Diebstahl“ des Unternehmens. AB InBev und Anadolu Efes fügten hinzu, dass sie die Situation weiterhin beobachten werden und zukünftige Entwicklungen kommunizieren werden.
Wirtschaft
Russland blockiert Ab InBevs Ausstieg: Deal mit Anadolu Efes abgelehnt