26. Juli, 2026

Märkte

Ruhe vor dem Sturm: US-Börsen in Wartestellung vor Nvidia-Quartalsbericht

Ruhe vor dem Sturm: US-Börsen in Wartestellung vor Nvidia-Quartalsbericht

An den US-Börsen verlief der Handelstag eher verhalten, eine spürbare Zurückhaltung seitens der Anleger war unübersehbar. Ohne größere Sprünge beendeten die Leitindizes den Tag, während die Finanzwelt gespannt auf die Veröffentlichung des Quartalsberichts von Nvidia blickt, von dem sich viele Analysten Aufschluss über die aktuellen Entwicklungen im KI-Sektor erhoffen.

Der Dow Jones Industrial verzeichnete ein leichtes Plus von 0,12 Prozent und stand bei 39.853,37 Punkten, nachdem er kurz zuvor mit rund 40.077 Punkten einen neuen Rekord aufgestellt hatte. Der S&P 500 stieg marginal auf 5.309,12 Punkte an. Lediglich der Nasdaq 100 zeigte sich etwas schwächer und fiel um 0,16 Prozent auf 18.643,60 Punkte.

Die Vorfreude auf die Nvidia-Ergebnisse fasst Derren Nathan, Chef der Aktienanalyse von Hargreaves Lansdown, zusammen. Nach Optimismus klingenden Wortmeldungen verschiedener Analysten gegen Ende der vergangenen Woche, gibt es jedoch auch warnende Stimmen, etwa aus dem Hause Lynx: Die Erwartungen an Nvidia seien groß, eine deutliche Übertreffung der Prognosen sei notwendig, um den positiven Trend zu festigen.

Die Spannung im Hinblick auf Nvidia ist indes beträchtlich, nicht zuletzt wegen der stattlichen Kursentwicklung der Aktie im vergangenen Jahr, die sich mehr als verdreifachte und den KI-Boom weiter anfachte, wie Jim Reid von der Deutschen Bank anmerkt. Am Dienstag rutschten die Aktien von Nvidia um über ein Prozent ab.

Bei IBM festigte sich die Marktposition mit einem Kursgewinn von rund zwei Prozent, befördert durch die Ankündigung, die Partnerschaft mit Salesforce im Bereich offene KI- und Daten-Ökosysteme zu vertiefen. Wie sich zeigte, spiegelte sich dies nicht in den Aktien von Salesforce wider, die einen leichten Rückgang hinnehmen mussten.

Anderweitige Sorgenfalten bereitete der Ausblick von Palo Alto Networks, der nicht die erhofften Prognosen für das laufende Quartal lieferte. Der Einbruch von vier Prozent bei den Anteilscheinen legt einen möglichen Branchenabschwung nahe. Auch die Hoffnung auf eine Erholung im zweiten Halbjahr sowie akzeptable Zahlen des vergangenen Quartals brachten die Investoren nicht zur Ruhe.