29. Juli, 2026

Märkte

Rückläufige Ölpreise trotz markanter Schwankungen

Rückläufige Ölpreise trotz markanter Schwankungen

Die jüngste Talfahrt der Ölpreise hält an: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli notierte zuletzt bei 83,74 US-Dollar und damit um 48 Cent niedriger als am Vorabend. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 40 Cent auf 79,43 Dollar.

Diese Bewegung erfolgte nach einem vorherigen Preisanstieg, der sich nun in einer Korrektur zeigt. Auch der gestiegene Dollar-Kurs spielt eine Rolle, da er Rohöl für Anleger aus Nicht-Dollar-Ländern teurer macht und somit die Nachfrage belastet.

In den letzten Wochen hatten geopolitische Ereignisse, insbesondere der anhaltende Gaza-Krieg, die Ölpreise gestützt. Ein weiterer Faktor war ein Angriff auf ein Schiff im Roten Meer, der die Gefahren des Rohöltransports in dieser Region verdeutlicht. Viele Transportunternehmen meiden daher diesen riskanten Seeweg. Laut Einschätzung des Nationalen Sicherheitsberaters Israels könnte der Gaza-Krieg mindestens bis Jahresende andauern.

Trotz der jüngsten Preisaufschläge bewegen sich die Ölpreise seit Wochen in einer engen Handelsspanne. Sonderlich entscheidende Impulse blieben aus: Ein begrenztes Angebot der großen Förderländer trifft auf eine konjunkturbedingt schwache, aber leicht anziehende Nachfrage.

Marktteilnehmer richten nun ihre Aufmerksamkeit auf das bevorstehende Wochenende, wenn die Vertreter der großen ölproduzierenden Länder zu Beratungen zusammenkommen. Die Opec+ wird voraussichtlich ihre Produktionsbeschränkungen zumindest im dritten Quartal fortsetzen, erwarten die Rohstoffanalysten von ING.