10. Juli, 2026

Wirtschaft

Rückgang der Erzeugerpreise in Deutschland verlangsamt sich weiter

Rückgang der Erzeugerpreise in Deutschland verlangsamt sich weiter

Im Juni setzte sich der Abwärtstrend der Erzeugerpreise in Deutschland fort, jedoch in abgeschwächter Form. Laut dem Statistischen Bundesamt sank der Produzentenpreisindex im Jahresvergleich um 1,6 Prozent. Dies stellt eine Abschwächung im Vergleich zum Rückgang von 2,2 Prozent im Mai und 3,3 Prozent im April dar. Hauptursache für den erneuten Rückgang ist der weitere Preisverfall bei Energie. Energie war im Juni 5,9 Prozent günstiger als im Vorjahr, wobei insbesondere die Preise für Erdgas und Strom deutlich sanken. Während die Kosten für Vorleistungsgüter rückläufig waren, verzeichneten Konsum- und Investitionsgüter hingegen Preisanstiege. Im Monatsvergleich legten die Erzeugerpreise im Juni leicht um 0,2 Prozent zu, was auf eine moderate Preisentwicklung hindeutet. Die Erzeugerpreise lassen Rückschlüsse auf die Preisentwicklung auf Herstellerebene zu und beeinflussen damit auch die Verbraucherpreise, die eine wichtige Grundlage für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) darstellen. Die EZB, die im Juni eine erste Lockerung ihrer Geldpolitik vorgenommen hatte, beließ die Leitzinsen bei der jüngsten Zinsentscheidung am Donnerstag jedoch unverändert. Im Jahr 2022 hatten die Erzeugerpreise aufgrund des Ukraine-Kriegs zeitweise um fast 40 Prozent zugelegt, bevor eine starke Gegenbewegung einsetzte.