Die Düsseldorfer EG (DEG) aus der Deutschen Eishockey-Liga kann sich über einen neuen Sponsor freuen: Der Rüstungskonzern Rheinmetall wird den Club ab sofort unterstützen. Diese Vereinbarung gilt zunächst für ein Jahr, wie die DEG am Dienstag bekannt gab. Die Präsenz des DAX-Konzerns wird künftig auf dem Eis und den Banden zu sehen sein, jedoch nicht auf den Trikots der Spieler. Erstmals berichtete die "Rheinische Post" über diesen Deal.
Interessant ist die Differenz zu den vertraglichen Bedingungen des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Während Rheinmetall in Dortmund eine zweistellige Millionensumme jährlich investiert, bewegt sich das Sponsoring-Volumen bei der DEG im sechsstelligen Bereich. Der achtmalige deutsche Meister ist aufgrund hoher Ausgaben, die den Etat belasten, schon seit einiger Zeit auf der Suche nach neuen finanziellen Unterstützern.
Für den BVB hagelte es nach Verkündung der Partnerschaft mit Rheinmetall heftige Kritik. Pazifisten, Menschenrechtsorganisationen und Teile der Fans bemängelten das Engagement eines Rüstungskonzerns, der auch mit autokratischen Staaten Geschäfte macht. Anders sieht es in Düsseldorf aus. Hier genießt Rheinmetall, das auch den Handball-Bundesligisten Bergischer HC und die Basketballerinnen der Capitol Bascats unterstützt, durch seinen regionalen Einfluss ein höheres Ansehen.
Harald Wirtz, Geschäftsführer der DEG, äußerte sich positiv zum neuen Partner: "Rheinmetall ist ein traditionsreiches Unternehmen sowie einer der wichtigsten und größten Arbeitgeber der Region. Für uns ist es daher eine Selbstverständlichkeit, dass Rheinmetall den Kreis unserer Partner erweitert."