19. Mai, 2024

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Rauchwolken aus Kanada verdüstern Minnesotas Himmel

Rauchwolken aus Kanada verdüstern Minnesotas Himmel

Was als idyllisches Wochenende begann, endete in Minnesota mit einer düsteren Note, als am Sonntagabend beißender Rauch den Himmel verdunkelte. Eine plötzliche Rauchwolke von Waldbränden in Kanada überzog den Staat und hinterließ bei einigen Einwohnern ein Gefühl des Déjà-vus – die Erinnerung an die Qualen des vorherigen Sommers schien wach zu werden.

Die Rauchschwaden, die während des vergangenen Jahres wiederholt über Städte im Mittleren Westen und an der Ostküste hingen, führten dazu, dass Schulen geschlossen und Sportveranstaltungen abgesagt wurden, so stark war die Luftverschmutzung stellenweise. Dieses Jahr scheint ein ähnliches Muster aufzutreten, wie Experten nun bestätigen. David Brown, ein Meteorologe für Luftqualität bei der Minnesota Pollution Control Agency, äußerte, es werde mit einer 'ziemlich aktiven Waldbrandsaison in Kanada' gerechnet. Trotzdem sei nicht von einer Situation auszugehen, die mit dem Extrem des letzten Jahres vergleichbar sei.

Ein Unterschied im Vergleich zum Vorjahr sei, dass die Dürrebedingungen in Kanada nicht so weitreichend seien wie im letzten Jahr, als Brände in Quebec und Ontario wüteten. Für den Osten der USA wird erwartet, dass er vorläufig nicht von Luftverschmutzungen betroffen sein werde, die viele Bürger im vorherigen Jahr überraschten.

Die Luftverschmutzung durch Waldbrände in den nördlichen Regionen der USA hat sich in den letzten zehn Jahren durch ansteigende Temperaturen und Dürre verschärft. Besonders gefährlich ist schlechte Luftqualität für Kleinkinder, ältere Menschen sowie Personen mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

'Leider scheint es, dass solche Ereignisse immer häufiger werden', erklärt Jesse Berman, ein Umweltepidemiologe an der University of Minnesota. Die Realität der Sommerrauchschwaden werde Teil des Lebens im Staat, und die Bevölkerung müsse darauf vorbereitet sein.