Die politische Bühne der Philippinen erlebt derzeit ein neues Drama, da eine Koalition zivilgesellschaftlicher Gruppen angekündigt hat, am Montag ein Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte einzuleiten. Die Akbayan-Partei, die diesen Schritt unterstützt, bestätigte, dass ein Mitglied ihres Parlaments die Klage einbringen wird. Sara Duterte, Tochter des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte, steht im Mittelpunkt eines Konflikts mit Präsident Ferdinand Marcos Jr. und gegenwärtig unter dem kritischen Blick einer parlamentarischen Untersuchung zu ihren Ausgaben. Trotz der Vorwürfe bestreitet die Vizepräsidentin jede Verfehlung. Laut Akbayan wird die 'historische Amtsenthebungsklage' von zivilgesellschaftlichen Organisationen, religiösen Führern, Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie von Familien der Opfer des umstrittenen Anti-Drogen-Krieges ihres Vaters vorgebracht. Einzelheiten zu den Anklagepunkten wurden nicht bekanntgegeben, und Duterte war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Diese Entwicklungen markieren das jüngste Kapitel einer hochkarätigen Auseinandersetzung zwischen drei der ranghöchsten Amtsträger der Philippinen, nach dem Zerfall eines mächtigen Bündnisses zwischen ihren Familien, das zu Marcos‘ überwältigendem Wahlsieg 2022 führte. Bemerkenswert ist auch Dutertes jüngste und umstrittene Aussage, dass sie im Falle ihrer Ermordung jemanden beauftragt habe, Präsident Marcos, dessen Ehefrau und den Parlamentspräsidenten Martin Romualdez zu töten. Später behauptete sie, diese Aussagen seien aus dem Kontext gerissen worden. Präsident Marcos äußerte sich am Freitag kritisch zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen seine Vizepräsidentin und warnte davor, dass dies den Kongress ablenken und der Bevölkerung nicht nutzen würde, was ihm wiederum Kritik seitens einiger Abgeordneter einbrachte.
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Politisches Tauziehen: Impeachment-Antrag gegen philippinische Vizepräsidentin