Melinda French Gates und MacKenzie Scott, die jeweils als Ex-Partnerinnen von Tech-Milliardären in der öffentlichen Wahrnehmung stehen, haben mehr Gemeinsamkeiten als nur ihre philanthropischen Bemühungen. In einem kürzlich geführten Gespräch mit der New York Times hob French Gates hervor, dass beide Frauen nicht nur gemeinnützig tätig, sondern auch entschlossen sind, ihre Kinder zu unverwöhnten und bodenständigen Menschen zu erziehen. Sie fand Scotts Erziehungsansatz inspirierend und unterstützend.
"Wir waren damals nicht so eng befreundet, aber ich wusste, dass sie ihre Kinder, buchstäblich gleich die Straße runter von mir, im Grunde genauso zu erziehen versuchte," sagte French Gates.
Seit ihren jeweiligen Scheidungen haben beide Frauen bedeutende Beiträge zur Philanthropie und zum Aktivismus geleistet. French Gates äußerte ihren Respekt für Scott's Wohltätigkeitsarbeit und gab an, dass diese ihre eigenen Initiativen beeinflusst habe.
Die gemeinsamen Bemühungen der beiden Frauen wurden von Tesla-CEO Elon Musk kritisiert, der behauptete, dass sie den "Untergang der westlichen Zivilisation" herbeiführen wollen. Trotz dieser Kritik spendete Scott in diesem Jahr 640 Millionen Dollar an 361 Non-Profit-Organisationen, weit mehr als ihr ursprünglich zugesagtes Ziel von 250 Millionen Dollar.
French Gates, die Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris unterstützt, wies Musks Kritik in der Times als "albern" zurück.
French Gates kritisierte in demselben Interview auch die philanthropischen Bemühungen von Milliardären wie Musk und Peter Thiel, Mitbegründer von Palantir Technologies. Sie betonte, dass sie nicht genug tun, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Zudem kommentierte sie die generationellen Unterschiede in der Philanthropie zwischen älteren Milliardären wie Warren Buffett, Bill Gates und sich selbst und der jüngeren Generation von Aktivisten.
Sie teilte ebenfalls ihre Ansichten zu Buffetts jüngster Entscheidung, den Großteil seines verbleibenden Vermögens einem neuen Wohltätigkeitstreuhandfonds zuzuweisen, der von seinen Kindern verwaltet werden soll. Dieser Schritt bedeutet eine Umschichtung von Mitteln, die bisher der Gates-Stiftung zugutekamen. French Gates zeigte sich von dieser Entscheidung nicht überrascht und bezeichnete sie als eine "gute Weiterentwicklung seines Denkens".