12. Juli, 2026

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Opec+ setzt auf zweigleisige Strategie bei Ölproduktion

Opec+ setzt auf zweigleisige Strategie bei Ölproduktion

Die Ölpreise verzeichneten am Montag nur geringe Einbußen, nachdem der bedeutende Erdölverbund Opec+ seine aktuellen Produktionsentscheidungen öffentlich gemacht hat. Am Mittag lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli bei 81,02 US-Dollar, was einen Rückgang um neun Cent gegenüber dem Stand von Freitagabend darstellte. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 13 Cent und notierte bei 76,86 US-Dollar. Die mehr als zwanzig Förderstaaten des erweiterten Rohölkartells Opec+ halten ihr Angebot weiterhin knapp. Geplant ist jedoch ein perspektivisches Auslaufen einiger Produktionskürzungen. So wurden sowohl die Opec-weiten Beschränkungen als auch ein Teil der zusätzlichen Kürzungen von acht Mitgliedern des Kartells bis Ende 2025 verlängert. Dies betrifft eine Menge von insgesamt 1,65 Millionen Barrel Rohöl. Ein Teil der freiwilligen Beschränkungen, an denen Länder wie Saudi-Arabien und Russland beteiligt sind, soll ab Oktober schrittweise aufgehoben werden. Bei diesen Maßnahmen geht es um eine Gesamtmenge von 2,2 Millionen Barrel Erdöl. Die Opec sendet mit ihren aktuellen Entscheidungen eine zweigeteilte Botschaft. Einerseits bleibt die Ölförderung grundsätzlich eingeschränkt, andererseits kündigt sich durch das Auslaufen einiger Kürzungen eine geringfügig lockerere Marktpolitik an, die sich über einen Zeitraum von 12 Monaten erstrecken wird.