Vor dem mit Spannung erwarteten Treffen der großen Fördernationen haben die Ölpreise am Freitag einen leichten Rückgang verzeichnet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 81,81 US-Dollar, was einem Rückgang von 5 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 24 Cent auf 77,67 Dollar.
Bereits seit Mittwoch ist ein bemerkenswerter Preisrückgang zu beobachten. So lag der Brent-Preis zu Wochenbeginn noch bei 85 Dollar. Trotz dieses jüngsten Rückganges befinden sich die Rohölpreise gegenüber dem Jahresanfang weiterhin klar in der Gewinnzone. Die Preisanstiege sind vor allem auf die zahlreichen geopolitischen Risiken und das nach wie vor knappe Angebot zurückzuführen.
An dieser angespannten Versorgungslage wird sich vorerst wenig ändern. Experten gehen davon aus, dass die großen Förderländer ihre Produktionsgrenzen auch im zweiten Halbjahr beibehalten werden. Der große Verbund Opec+, bestehend aus über zwanzig Staaten, führt am Wochenende Beratungen über seine zukünftige Strategie durch. Angeführt wird das Bündnis von den Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland.