Der japanische Stahlgigant Nippon Steel hat angekündigt, im Falle einer erfolgreichen Übernahme von United States Steel einen Vorstand mit einer Mehrheit an US-Bürgern zu installieren. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass das Unternehmen weiterhin als amerikanische Firma mit Hauptsitz in Pittsburgh betrieben wird.
Nippon Steel hat im Dezember ein Angebot von 14,1 Milliarden US-Dollar für US Steel abgegeben. Zusätzlich sollen drei unabhängige Direktoren ernannt werden, die US-Bürger sind, und das Kerngeschäftsführungsteam soll ebenfalls aus Amerikanern bestehen. Diese Ankündigung wurde am Mittwoch im Rahmen der Strategie zur Unternehmensführung nach der Übernahme veröffentlicht.
Dies ist ein Friedensangebot an US-Gesetzgeber, die das Geschäft kritisiert haben. Es folgt auf die Äußerungen der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris, die forderte, dass der Stahlhersteller "amerikanisch betrieben und besessen" bleiben solle. Sowohl die Vizepräsidentin als auch der republikanische Kandidat Donald Trump haben vor der Wahl im November Bedenken bezüglich der Übernahme geäußert.
Nippon Steel hat betont, dass die Akquisition der US-Stahlindustrie zugutekommen wird und versichert, dass weder Produktionskapazitäten ins Ausland verlagert noch Werke geschlossen werden oder Entlassungen stattfinden werden. Um seinen Standpunkt zu untermauern, hat das japanische Unternehmen letzte Woche zusätzlich 1,3 Milliarden US-Dollar in US Steel investiert.