09. Juli, 2026

Wirtschaft

Neues Kapitel in der Wirtschaftsbeziehung: Italien und China unterschreiben Drei-Jahres-Aktionsplan

Neues Kapitel in der Wirtschaftsbeziehung: Italien und China unterschreiben Drei-Jahres-Aktionsplan

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und der chinesische Premier Li Qiang haben einen Drei-Jahres-Aktionsplan zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bei ihrem Staatsbesuch in Peking erklärte Meloni, dass dieses Dokument neue Kooperationsmöglichkeiten mit China eröffnen soll. Obwohl die genauen Inhalte des Plans noch nicht bekannt gegeben wurden, äußerte sich Meloni zuversichtlich über die zukünftige Zusammenarbeit.

Meloni betonte, dass sie bestrebt sei, die Handelsbeziehungen mit der Volksrepublik „fairer“ zu gestalten. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wuchs Italiens Handelsdefizit gegenüber China im letzten Jahr auf über 40 Milliarden Euro an. Bei einem Wirtschaftsforum in der chinesischen Hauptstadt kritisierte die Ministerpräsidentin zudem das Ungleichgewicht bei den Investitionen. So machten die chinesischen Investitionen in Italien nur etwa ein Drittel der italienischen Investitionen in China aus. Meloni äußerte den Wunsch, diese Diskrepanz zu verringern.

Die Regierungschefin traf am Samstag in Peking ein und plant, am Montag ein Gespräch mit Chinas Staatschef Xi Jinping zu führen. In den letzten Jahren waren die Beziehungen zwischen Italien und China von Unstimmigkeiten geprägt. Im Dezember informierte Meloni die chinesische Seite über den Ausstieg Italiens aus dem chinesischen Prestigeprojekt für eine „Neue Seidenstraße“.

Italien war seit 2019 als einziges Mitglied der Siebenergruppe großer demokratischer Wirtschaftsmächte (G7) Teil dieses Infrastrukturprojekts, eine Entscheidung, die von der damaligen Regierung in Rom getroffen wurde, ohne Melonis Beteiligung. Grund für Italiens Ausstieg seien die nicht erfüllten wirtschaftlichen Hoffnungen, die sich mit der Mitgliedschaft verbunden hatten.