27. Juli, 2026

Märkte

Moderater Anstieg des Ölpreises setzt sich fort

Moderater Anstieg des Ölpreises setzt sich fort

Die Ölmärkte zeigen eine leichte Aufwärtsbewegung der Preise. Die Nordseesorte Brent, ein Richtwert für international gehandeltes Rohöl, markierte mit einem Plus von bescheidenen 12 Cent einen Preis von 83,22 US-Dollar je Barrel für Juli-Lieferungen. Die Kurskorrektur beim amerikanischen Gegenstück, der West Texas Intermediate (WTI), war hingegen ausgeprägter, mit einem Anstieg von etwa einem Dollar auf 78,88 Dollar pro Fass. Dies reflektiert allerdings vorrangig den Umstand, dass der jüngste Preis aufgrund des Feiertages auf die letzte Festsetzung des Freitags zurückgreift.

In Zeiten globaler Spannungen und Unsicherheiten bleibt der Erdölpreis erstaunlicherweise relativ konstant und bewegt sich in einer eng definierten Handelsspanne. Obgleich Ereignisse wie der Gaza-Krieg für gewöhnlich das Potenzial haben, die Risikoprämien an Ölmärkten in die Höhe zu treiben, ist die Ölproduktion in der Krisenregion bisher nicht signifikant beeinträchtigt.

Eine verschärfte Unterbrechung im politischen Gefüge signalisiert der jüngste Grenzzwischenfall zwischen Israel und Ägypten, bei dem ein ägyptischer Soldat sein Leben verlor. Das bisherige stabile bilaterale Verhältnis erlebt einen Dämpfer, nachdem bereits am Kriegsbeginn ägyptische Militärpositionen fehlerhaft von Israel unter Beschuss genommen wurden.

Mit Ausblick auf das bevorstehende Wochenende richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer jedoch schon auf das bevorstehende Treffen der großen Förderländer. Der Konsens unter den Rohstoffexperten, wie denen der ING, deutet bereits darauf hin, dass die Opec+ an ihren Produktionskürzungen festhalten und diese Strategie ins dritte Quartal hinüberretten wird.