10. Juli, 2026

Wirtschaft

Mercedes-Benz und Betriebsrat erzielen Eckpunkte für Verkauf der Autohäuser

Mercedes-Benz und Betriebsrat erzielen Eckpunkte für Verkauf der Autohäuser

Der Konflikt zwischen Mercedes-Benz und dem Gesamtbetriebsrat bezüglich des Verkaufs der unternehmenseigenen Autohäuser steht kurz vor einer Lösung. Nach einer Einigung auf wesentliche Eckpunkte für potenzielle Betriebsübergänge erklärte ein Firmensprecher, dass beide Seiten nun einen geregelten Übergang zu neuen Arbeitgebern sicherstellen wollen.

Diese Eckpunkte betreffen insbesondere die Sicherstellung der tariflichen Arbeitsbedingungen, welche Entgelt, Arbeitszeiten, Urlaubstage und Weihnachtsgeld umfassen. Auch die Beschäftigungsgarantie, die betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2029 ausschließt, soll bei den neuen Erwerbern fortgeführt werden. Diese Vereinbarungen sollen den etwa 8.000 betroffenen Mitarbeitern in rund 80 Betrieben zugutekommen.

Im Frühjahr hatte Mercedes-Benz den Plan angekündigt, die Autohäuser zu verkaufen, was zu bundesweiten Protesten von etwa 25.000 Beschäftigten führte. Die Einigung umfasst auch eine Einmalzahlung von durchschnittlich 85.000 Euro pro Beschäftigtem, die sich aus einem festen Sockelbetrag und variablen Komponenten zusammensetzt.

Konkrete Details zur Vereinbarung wurden noch nicht bekanntgegeben. Die Aushandlung spezifischer Aspekte soll in den kommenden Wochen stattfinden. Barbara Resch von der IG Metall zeigte sich zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen und betonte die Bedeutung tariflicher Absicherungen und sicherer Arbeitsplätze.

Mercedes-Benz plant, die Neuausrichtung der Niederlassungen sorgfältig zu gestalten und potentielle Käufer nach Kriterien wie Handelsexpertise, wirtschaftlicher Stärke und Investitionsbereitschaft auszuwählen. Reine Finanzinvestoren sind von vornherein ausgeschlossen und es wird darauf abgezielt, Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. Obwohl konkrete Verkaufsgespräche noch nicht stattfinden, gibt es bereits Interessenten.