Das Medienkonglomerat Paramount Global verkündete jüngst eine massive Wertminderung von 5,98 Milliarden US-Dollar aufgrund der bevorstehenden Fusion mit Skydance Media. Diese Abschreibung reflektiert die tiefgreifenden Umbrüche in der Medienlandschaft, da immer mehr Zuschauer von Kabel- zu Streamingdiensten wechseln und damit die ökonomischen Grundlagen der Branche ins Wanken bringen.
Trotz des insgesamt rückläufigen Umsatzes, der im zweiten Quartal um 11% sank, konnte Paramounts Streaming-Sparte erstmals einen Gewinn verbuchen. Die Werbeerlöse stiegen bei den Plattformen Pluto TV und Paramount+ um 16%. Dennoch genügte diese positive Entwicklung im Streaming-Bereich nicht, um die Gesamtbilanz zu retten; der Verlust weitete sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5,32 Milliarden US-Dollar aus.
Paramount plant, in naher Zukunft Kosteneinsparungen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar umzusetzen. Die Führungsspitze des Unternehmens zeigte sich dennoch optimistisch: „Wir sind stolz auf unsere Ergebnisse, einschließlich des signifikanten Gewinnwachstums, welches größtenteils durch unseren DTC-Sektor getrieben wurde“, erklärten George Cheeks, Chris McCarthy und Brian Robbins.
Paramounts Herausforderungen spiegeln ähnliche Probleme wider, denen sich auch Warner Bros. Discovery gegenüber sieht. Warner musste kürzlich eine Wertminderung von 9,1 Milliarden US-Dollar für seine Kabelnetzwerke bekannt geben. Im Gegensatz zu Warner, das auf eine Geschäftsrettung von innerhalb setzt, wird Paramount von einem externen Akteur übernommen. Skydance Media, unter Führung von David Ellison, wird die Kontrolle über Paramounts Muttergesellschaft National Amusements Inc. übernehmen und plant, die Ausgaben um 2 Milliarden US-Dollar zu senken.
Die größten Rückgänge bei Paramount verzeichnete die TV-Sparte, deren Einnahmen um 17% sanken. Dies lag an einem Rückgang der Werbeerlöse um 11% und einem Rückgang der Abonnements- und Lizenzgebühren um 5%. Die Lizenzumsätze fielen sogar um 48%. Auch das Filmgeschäft, belastet durch das Fehlen großer Blockbuster im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, verzeichnete einen Umsatzrückgang von 18%.
Hingegen konnte der Streaming-Sektor im zweiten Quartal um 13% wachsen, insbesondere durch eine Steigerung der Abonnementerlöse um 12%. Trotz diesen positiven Entwicklungen sank die Gesamtzahl der Abonnenten von Paramount+ um 2,8 Millionen, was auf das Ende einer Bündelungsvereinbarung in Südkorea zurückzuführen ist.