01. Juli, 2026

Wirtschaft

Mechaniker setzt Ola Electric Showroom in Brand – Unzufriedenheit mit Service spielt eine Rolle

Mechaniker setzt Ola Electric Showroom in Brand – Unzufriedenheit mit Service spielt eine Rolle

In Karnataka, Indien, hat die Polizei einen 26-jährigen Mann festgenommen, der angeblich ein Ola Electric Showroom in Brand gesetzt hat. Der Vorfall steht im Zusammenhang mit zunehmendem öffentlichen Unmut über den Service bei Ola Electric, dem führenden Hersteller von E-Scootern in Indien. Mehrere Mechaniker berichten von erheblichen Rückständen in den Servicezentren von Ola und Schwierigkeiten bei der Bewältigung der vielen Beschwerden.

Der Verdächtige, Mohammad Nadeem, selbst Mechaniker, hatte erst vor einem Monat einen E-Scooter von Ola gekauft. Nach nur wenigen Tagen brachte er das Fahrzeug aufgrund von Problemen zur Reparatur zurück. Laut dem Polizeikommissar von Kalaburagi, einer Stadt etwa 570 Kilometer von Bengaluru entfernt, war der Service nicht zufriedenstellend und Nadeem musste mehrmals das Servicecenter aufsuchen. Schließlich griff er zu drastischen Maßnahmen: Am Dienstag nahm er Benzin mit und setzte sechs Motorräder in Brand.

Glücklicherweise gab es keine Verletzten bei diesem Vorfall, teilte der Polizeikommissar Sharanappa S.D. mit. Der Schaden am Showroom wird auf 850.000 Rupien (circa 10.128,81 US-Dollar) geschätzt.

Ola Electric, das erst letzten Monat an die Börse ging, äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall. Auch für Reuters war es nicht möglich, Nadeem oder das Showroom für einen Kommentar zu erreichen. Laut Angaben auf der Ola-Website betreibt das Unternehmen 431 Service-Stationen in ganz Indien.