09. Juli, 2026

Wirtschaft

Lufthansa kämpft mit sinkenden Gewinnen im zweiten Quartal

Lufthansa kämpft mit sinkenden Gewinnen im zweiten Quartal

Der Lufthansa-Konzern hat im zweiten Quartal des Jahres, wie bereits im Juli angekündigt, einen deutlichen Rückgang des Konzerngewinns verzeichnet. Hauptursachen für die finanziellen Turbulenzen sind Streikkosten von etwa 100 Millionen Euro und rückläufige Ticketpreise, bedingt durch steigende Kapazitäten asiatischer Fluggesellschaften. Um auf diese Herausforderungen zu reagieren, hat die Lufthansa ihren Winterflugplan ab Ende Oktober bereits angepasst.

Trotz dieser Schwierigkeiten konnte das Unternehmen seinen Quartalsumsatz um sieben Prozent auf zehn Milliarden Euro steigern. Die Zahl der angebotenen Flüge stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent, doch die Erlöse der Passagiergesellschaften kletterten lediglich um 4,5 Prozent. Die Konzerngesellschaft verzeichnete unter dem Strich einen Nettogewinn von 469 Millionen Euro, deutlich weniger als die 881 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Besonders stark von den historischen Verlusten betroffen war die Kernmarke Lufthansa. Nach den ersten sechs Monaten des Jahres lag das Unternehmen mit einem Minus von 427 Millionen Euro deutlich unter dem Gewinn von 149 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Diese Situation veranlasste das Management, ein umfassendes Sparprogramm zu initiieren. Im Gegensatz dazu verzeichnete die Wartungstochter Lufthansa Technik positive Ergebnisse auf Rekordniveau, und auch die anderen Marken des Konzerns, zu denen Swiss, Austrian, Brussels und Eurowings gehören, erwarten Gewinnzahlen auf oder über dem Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr rechnet die Lufthansa nun mit einem operativen Gewinn (bereinigtes EBIT) zwischen 1,4 und 1,8 Milliarden Euro, nach einer zuvor genannten Zielmarke von etwa 2,2 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal betrug der operative Gewinn 686 Millionen Euro, ein Rückgang gegenüber den 1,1 Milliarden Euro des Vorjahreszeitraums.