15. Juli, 2024

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LNG-Terminal auf Rügen erreicht wichtigen Meilenstein

LNG-Terminal auf Rügen erreicht wichtigen Meilenstein

Das Schiff 'Energos Power' ist am Industriehafen von Mukran auf der Ostsee-Insel Rügen eingetroffen und hat damit das LNG-Terminal komplettiert. Dieses wird jährlich bis zu 13,5 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas in den gasförmigen Zustand umwandeln und ins Gasnetz einspeisen können. Laut der Firma Deutsche Regas könnte dadurch bis zu 15 Prozent des gesamtdeutschen Erdgasbedarfs gedeckt werden.

Bereits letzte Woche traf das erste Spezialschiff, die 'Neptune', ein. Beide Schiffe sollen in den kommenden Tagen miteinander verbunden und an das Gasnetz angeschlossen werden, wobei zunächst noch Testphasen vor dem Regelbetrieb stattfinden.

Bei den Schiffen handelt es sich um Floating Storage and Regasification Units (FSRU). Diese können das stark gekühlte LNG nicht nur lagern, sondern auch erwärmen und in den gasförmigen Zustand zurückversetzen, um es als Erdgas einzuspeisen. Das Rügener Terminal ist über eine speziell gebaute Pipeline mit dem Gasleitungsknotenpunkt in Lubmin verbunden.

Das Energie-Terminal 'Deutsche Ostsee' ist nicht unumstritten. Am Wochenende hatten rund 150 Klima-Aktivisten der Gruppe Letzte Generation gegen das Terminal protestiert. Sie betonten die Umweltzerstörungen und den fehlenden Rückhalt in der Bevölkerung. Die Demonstration fand im Rahmen eines einwöchigen Vernetzungscamps mit weiteren Veranstaltungen wie Vorträgen und Workshops statt.

Die Bundesregierung jedoch verteidigte das Terminal. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde der Ausbau der eigenen LNG-Importinfrastruktur als Maßnahme zur Versorgungssicherheit und zur Reduktion der Abhängigkeit von russischem Gas beschleunigt.