Die Finanzierung von Projekten bei Bundesfernstraßen wird für die Bundesregierung zunehmend herausfordernd. Für die im aktuellen Bundesverkehrswegeplan vorgesehenen Vorhaben veranschlagt der Bund nunmehr 179,7 Milliarden Euro. Ein Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und dem Haushaltsausschuss des Bundestags vorgelegt wurde, zeigt, dass dies eine Steigerung um rund 15,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresbericht bedeutet.
Besonders die Entwicklung der Baupreise trägt erheblich zur Erhöhung der Gesamtkosten bei. Der Baupreisindex für Bundesfernstraßen verzeichnete im Jahresdurchschnitt 2023 einen Anstieg von über 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Victor Perli, Haushaltspolitiker der Linken, sieht hierin ein akutes Problem für die öffentlichen Haushalte. „Die Kostenexplosion auf 180 Milliarden Euro zeigt, dass der massive Neu- und Ausbau der Autobahnen für die öffentlichen Haushalte so nicht mehr finanzierbar ist“, erklärte Perli. Er fordert Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) auf, dringend eine Kursänderung vorzunehmen und unnötige Neubauprojekte zu streichen. Er betonte, dass die vorhandenen Mittel dringender für die Sanierung bestehender Straßen und insbesondere für die maroden Autobahnbrücken benötigt würden.