07. Juli, 2026

Wirtschaft

KfW verzeichnet deutliche Normalisierung des Fördervolumens

KfW verzeichnet deutliche Normalisierung des Fördervolumens

Die staatliche Förderbank KfW zeigt sich optimistisch und berichtet, dass die Krisenjahre endgültig hinter ihr liegen. Im ersten Halbjahr 2024 reduzierte sich das Fördervolumen deutlich auf 34,7 Milliarden Euro, nachdem es im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch bei 58,7 Milliarden Euro lag. Diese Entwicklung markiert eine Rückkehr zur Normalität nach den intensiven Corona- und Energiehilfen der Jahre 2020 bis 2023. "Die Folgen der Krisenjahre sind vorbei", so die offizielle Aussage der KfW.

Besonders markant war der Rückgang der Förderungen im Inland, die sich um mehr als die Hälfte auf 20,6 Milliarden Euro reduzierten. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass Maßnahmen wie die Preisbremsen für Gas und Wärme sowie spezielle Finanzierungen im Energiesektor ausliefen. Die Nachfrage nach Unternehmensfinanzierungen sank ebenfalls erheblich, was auf die vergleichsweise hohen Referenzzinssätze aus den EU-Beihilferegelungen zurückzuführen ist. Auf der anderen Seite verzeichnete die KfW eine erhöhte Nachfrage von Privatleuten nach Programmen für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Insbesondere Zusagen für neue Heizungen stiegen von 5,3 Milliarden auf 6,8 Milliarden Euro.

Finanziell befindet sich die KfW auf solidem Kurs. Die Bankengruppe schloss das erste Halbjahr mit einem Netto-Gewinn von 932 Millionen Euro ab. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete ein hoher Zinsüberschuss, der mit 1,44 Milliarden Euro deutlich über dem Wert des ersten Halbjahres 2023 (1,26 Milliarden Euro) lag. Vorstandsmitglied Stefan Wintels betonte die Bedeutung des positiven Konzernergebnisses angesichts der großen Herausforderungen in der Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft.

Die KfW wurde am 18. November 1948 gegründet, ursprünglich als Kreditanstalt für Wiederaufbau. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte sie mit Geldern aus dem Marshall-Plan den Wiederaufbau Deutschlands unterstützen. Heute ist die KfW-Bankengruppe zu 80 Prozent im Besitz des Bundes und zu 20 Prozent in den Händen der deutschen Bundesländer.