04. Juli, 2026

Wirtschaft

Japan warnt Unternehmen vor Missbrauch von Sicherheitsargumenten bei ausländischen Übernahmen

Japan warnt Unternehmen vor Missbrauch von Sicherheitsargumenten bei ausländischen Übernahmen

Ein hochrangiger Beamter des japanischen Finanzministeriums hat klargestellt, dass Unternehmen die nationale Sicherheit nicht als Vorwand nutzen können, um ausländische Übernahmen zu blockieren, wie Reuters berichtet. Diese Stellungnahme kommt inmitten von Gerüchten, dass die Muttergesellschaft der Convenience-Store-Kette 7-Eleven, Seven & i Holdings, eine 'Kern'-Einstufung gemäß dem Devisen- und Außenhandelsgesetz (FEFTA) anstreben könnte, um eine Übernahme durch das kanadische Unternehmen Alimentation Couche-Tard (ACT) zu verhindern.

Im August 2024 hat der Convenience-Händler den Erhalt eines vorläufigen Übernahmeangebots von ACT bekannt gegeben und einen Sonderausschuss des Vorstands, bestehend ausschließlich aus unabhängigen externen Direktoren, zur Überprüfung des Vorschlags eingerichtet.

Seven & i, mit einem Wert von 38 Milliarden Dollar, wird als ein Unternehmen eingestuft, das 'designierte' Geschäfte betreibt, welche bedeutend, aber nicht 'zentral' für die nationale Sicherheit sind. Zu den Kernsektoren gehören unter anderem die Kernenergie, der Weltraum und Halbleiter, bei denen ausländische Entitäten strengeren Akquisitionsregeln unterliegen.

Der ungenannte Beamte betonte jedoch, dass die Einstufung als 'Kern' die Prüfungsebenen während der Sicherheitsüberprüfung der Regierung nicht verändert. Der Prozess der Sicherheitsüberprüfung bleibt für ausländische Gebote gleich, unabhängig davon, ob ein Unternehmen als 'Kern' oder 'Nicht-Kern' eingestuft ist.

Bezüglich des Status von Seven & i bestätigte das Unternehmen, dass es den Fragebogen des Ministeriums bis zum Stichtag 23. August beantwortet und seine Struktur und Operationen klargestellt habe. Die Antwort auf die Umfrage stand nicht im Zusammenhang mit dem am 19. August öffentlich gemachten Übernahmevorschlag von Couche-Tard.