Der Preisauftrieb in den USA hat im August signifikant nachgelassen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Die Verbraucherpreise sind im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5 Prozent gestiegen und damit auf den niedrigsten Stand seit Februar 2021 gesunken. Noch im Vormonat betrug die Inflationsrate 2,9 Prozent, was auf eine deutliche Abschwächung hinweist. Experten hatten diese Entwicklung weitgehend prognostiziert.
Auf monatlicher Basis verzeichneten die Verbraucherpreise einen Anstieg von 0,2 Prozent, was ebenfalls den Vorhersagen von Volkswirten entsprach. Besonders bemerkenswert ist, dass die Kerninflationsrate, die Energie und Nahrungsmittel ausklammert, bei 3,2 Prozent verharrte. Auf Monatsbasis stiegen die Kernverbraucherpreise jedoch um 0,3 Prozent, obwohl nur ein Anstieg von 0,2 Prozent erwartet worden war.
Die Kerninflationsrate wird von der US-Notenbank Fed besonders aufmerksam beobachtet, da sie nach Ansicht von Ökonomen den allgemeinen Preistrend besser widerspiegelt. Die Fed hat sich das mittelfristige Ziel einer Inflationsrate von zwei Prozent gesetzt. Angesichts der aktuellen Entwicklung steuert die Fed auf eine Lockerung ihrer Geldpolitik zu. An den Finanzmärkten wird bereits fest mit einer Zinssenkung am kommenden Mittwoch gerechnet, allerdings bleibt das genaue Ausmaß dieser Maßnahme noch unklar.