Die Inflationsrate in Italien zeigte im Mai eine leichte Abschwächung, wie das italienische Statistikamt Istat am Freitag bekanntgab. Die nach dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessenen Preise lagen um 0,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Vergleich: Im April betrug die Teuerungsrate noch 0,9 Prozent. Ökonomen hatten jedoch im Schnitt mit einem deutlicheren Rückgang auf 0,7 Prozent gerechnet.
Im Vergleich zu anderen Ländern der Eurozone steht Italien relativ gut da; dort hat die Inflation ein Niveau von 2,6 Prozent erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent für den gesamten Euroraum an.
Angesichts des zurückgehenden Inflationsdrucks hat die EZB für Anfang Juni eine Zinssenkung signalisiert. Dennoch bleibt die künftige geldpolitische Ausrichtung angesichts der nach wie vor bestehenden Inflationsrisiken ungewiss.