08. Juli, 2026

Wirtschaft

Infineon optimiert Strategien: 2800 Arbeitsplätze betroffen

Infineon optimiert Strategien: 2800 Arbeitsplätze betroffen

Der Chiphersteller Infineon hat den Abbau und die Verlagerung von insgesamt 2800 Arbeitsplätzen angekündigt, um Einsparungen zu erzielen. Diese Maßnahmen sind Teil eines bereits vor Monaten eingeleiteten Programms, dessen Details nun veröffentlicht wurden. Demnach sollen 1400 Arbeitsplätze komplett entfallen, darunter eine mittlere dreistellige Zahl in Regensburg. Zusätzlich plant Infineon, weitere 1400 Arbeitsplätze an kostengünstigere Standorte zu verlagern. Diese Verlagerungen betreffen sämtliche „Hochlohnländer“ von Nordamerika bis Asien. Wie Infineon-Chef Jochen Hanebeck erläuterte, sollen die Arbeitsplätze in bestehende, günstigere Standorte transferiert werden. Konkrete Angaben zu den restlichen Arbeitsplätzen wurden nicht gemacht, da zunächst die Mitarbeiter informiert werden sollen. Hanebeck betonte, dass betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland ausgeschlossen sind. Er betonte zudem, dass die Maßnahmen „kein einfacher Schritt“ gewesen seien. Der Standort Regensburg, obwohl vom Abbau betroffen, bleibt ein „zentraler Standort“ und soll stärker auf Innovationen ausgerichtet werden, was seine Zukunft „für viele Jahre sichert“. In Dresden hingegen wird weiter personell aufgestockt. Die schwache Nachfrage nach Chipprodukten belastet derzeit den gesamten Sektor, einschließlich Infineon. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres erzielte das Unternehmen 403 Millionen Euro Gewinn, was weniger als die Hälfte des Vorjahresergebnisses darstellt, jedoch immer noch deutlich über der Verlustzone liegt.