Der Goldmarkt hat einen turbulenten Tag erlebt: Der Preis des Edelmetalls ist am Freitagnachmittag an der Londoner Börse um beachtliche 67 US-Dollar je Feinunze auf 2308 Dollar gefallen. Grund für diese Abwärtsbewegung war ein beeindruckend starker Arbeitsmarktbericht aus den USA. Dieser Bericht hat die Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung im Land erheblich gebremst.
Gleichzeitig sorgte die Ankündigung der chinesischen Zentralbank, ihre umfangreichen Goldkäufe im Mai nicht fortzusetzen, für zusätzlichen Preisdruck. Wie aus den jüngsten Daten der Notenbank hervorgeht, stagnierten Chinas Goldreserven im Mai bei 2264,3 Tonnen, was 72,80 Millionen Feinunzen entspricht. Dies markiert die erste Pause in Chinas Goldkäufen seit Oktober 2022, nachdem im April noch aktive Zukäufe von 60.000 Unzen verzeichnet wurden.
Im ersten Quartal 2023 war Chinas Zentralbank der führende Käufer auf dem Goldmarkt, wie der Branchenverband World Gold Council bekanntgab. Die aggressiven Kaufaktivitäten der letzten Monate hatten den Goldmarkt erheblich beeinflusst und trugen dazu bei, dass der Preis im Mai ein Rekordhoch von 2450 Dollar je Feinunze erreichte.
Am Nachmittag setzte ein weiterer starker Impuls vom US-Arbeitsmarktbericht ein. Unerwartet hohe Beschäftigungszahlen und ein beträchtlicher Lohnanstieg im Mai unterstrichen die robusten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den USA. Diese Nachrichten mindern die Hoffnungen auf Zinssenkungen, was wiederum die Attraktivität von nicht verzinslichen Anlagen wie Gold schwächt.