07. Juli, 2026

Wirtschaft

Glencore: Überraschende Kehrtwende beim Kohlegeschäft

Glencore: Überraschende Kehrtwende beim Kohlegeschäft

Der Rohstoffriese Glencore hat überraschend seine Pläne zur Abspaltung des Kohlegeschäfts ad acta gelegt. Entgegen der Ankündigung vom vergangenen Jahr hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Geschäftsbereich im Portfolio zu behalten. Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Baar, Schweiz, wurde bekannt gegeben, dass diese Entscheidung im Einklang mit der Mehrheit der Aktionäre steht.

Der Verbleib des Kohlegeschäfts, eine der profitabelsten Einheiten von Glencore, wird als der risikoärmste Weg zur Wertschöpfung für die Anteilseigner angesehen. Dies spiegelt eine Wachstumsstrategie wider, die im aktuellen Marktumfeld mehr Sicherheit verspricht. Trotz deutlicher Gewinneinbußen bleibt der Konzern optimistisch.

In den ersten sechs Monaten des Jahres ist der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber Ebitda) um ein Drittel auf 6,3 Milliarden US-Dollar gesunken. Der Grund hierfür sind niedrigere Rohstoffpreise, die den Konzern belasteten.

Gleichzeitig stieg der Umsatz jedoch um neun Prozent auf 117,1 Milliarden US-Dollar (107 Milliarden Euro). Unterm Strich schrieb Glencore wegen milliardenschwerer Wertminderungen einen Verlust von 233 Millionen US-Dollar, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahresgewinn von 4,6 Milliarden US-Dollar darstellt.