07. Juli, 2026

Wirtschaft

Geschäftsklima in der Chemieindustrie weiter im Abwärtstrend

Geschäftsklima in der Chemieindustrie weiter im Abwärtstrend

Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie verschlechtert sich kontinuierlich. Der vom renommierten Ifo-Institut erhobene Indikator sank im Juli auf minus 10,5 Punkte, nachdem im Juni noch ein Wert von minus 4,5 Punkten gemessen wurde. "Die Chemie befindet sich im Sog der allgemeinen konjunkturellen Abkühlung", erläutert Expertin Anna Wolf. Die Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der Nachfrage hätten sich nicht erfüllt. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Zukunftsaussichten wurden im Juli erheblich negativer bewertet. Die Nachfrage ist weiter zurückgegangen, und der Auftragsbestand wird zunehmend geringer eingeschätzt, so das Ifo-Institut. Dies führte dazu, dass die Unternehmen ihre Produktion weiter drosseln und für die kommenden Monate deutliche Personalkürzungen planen. "Immer mehr Chemieunternehmen in Deutschland sind im internationalen Wettbewerb preislich unterlegen", erklärt Wolf weiter. Dies sei nicht allein auf die Energiekosten zurückzuführen. Auch die komplizierte Bürokratie belaste die ohnehin schon hohen Arbeitskosten. Dadurch verliere der Standort Deutschland für die Chemiebranche zunehmend an Attraktivität.