17. Juli, 2026

Wirtschaft

EZB-Präsidentin Lagarde verteidigt jüngste Zinssenkung und dämpft Erwartungen

EZB-Präsidentin Lagarde verteidigt jüngste Zinssenkung und dämpft Erwartungen

Christine Lagarde, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), hat kürzlich ihre Entscheidung zur jüngsten Zinssenkung angesichts erhöhter Kritik standfest verteidigt und gleichzeitig Hoffnungen auf zukünftige Zinsschritte gebremst. Trotz dieser Zinssenkung bleibt das Inflationsziel der EZB bei mittelfristig zwei Prozent, welches im kommenden Jahr erreicht werden soll. In einem Gespräch mit dem Handelsblatt und weiteren europäischen Wirtschaftszeitungen betonte Lagarde, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen sei.

In der vergangenen Woche führte die EZB die erste Zinssenkung seit dem Beginn der starken Inflationswelle im Währungsraum durch, wobei die Leitzinsen trotz eines beschleunigten Lohnwachstums um 0,25 Prozentpunkte gesenkt wurden. Lagarde räumte ein, dass einige jüngste Wirtschaftsdaten besser hätten ausfallen können, verteidigte jedoch die Zinssenkung als vernünftige Maßnahme.

Lagarde betonte, dass dies nicht zwangsläufig bedeute, dass die Zinsen nun linear weiter sinken würden. Stattdessen stellte sie die Finanzmärkte auf eine mögliche Zinswende mit Unterbrechungen ein. So könnten in der Zukunft auch Phasen auftreten, in denen die Zinsen unverändert bleiben.

Die EZB-Präsidentin zeigte sich dennoch optimistisch hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone. Sie verwies auf ermutigende Konjunkturdaten, verbesserte Stimmungsindikatoren und einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt. Diese Faktoren veranlassen Lagarde zu der Erwartung, dass die Wirtschaft der Eurozone bald wieder an Fahrt gewinnen werde.