Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Zinsen im Euroraum konstant, obwohl die Inflation zuletzt zurückgegangen ist. Man verzichtet somit vorerst auf weitere Lockerungen der Geldpolitik, nachdem die Zinsen im Juni bereits gesenkt wurden.
Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, erklärte, dass zukünftige Zinsentscheidungen weiterhin datenabhängig blieben und betonte, dass die Notenbank nicht auf einen bestimmten Zinspfad festgelegt sei. Dies erfolgt im Kontext einer schwächeren konjunkturellen Entwicklung.
In den USA stieg die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Woche überraschend stark, was ein Indikator für die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage ist. Das Arbeitsministerium meldete 243.000 neue Anträge, deutlich mehr als die erwarteten 229.000.
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, stellte ihre Pläne für eine zweite Amtszeit vor, die mehrere Bereiche berücksichtigen und das politische Klima in der EU prägen sollen. Ihre Leitlinien könnten neue EU-Gesetze beeinflussen, da die Kommission die einzige Instanz mit Gesetzesvorschlagsrecht in der EU ist.
China plant unterdessen eine neue Phase der wirtschaftlichen Modernisierung. Auf dem Dritten Plenum des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei wurde „hochwertige Entwicklung“ als Schlüsselfaktor für die Schaffung eines modernen sozialistischen Landes hervorgehoben.
Zurück in Deutschland berichtete die Bundesbank, dass das Geldvermögen der privaten Haushalte im ersten Quartal weiter gestiegen ist. Die neue Gesamtsumme beläuft sich auf beeindruckende 7,95 Billionen Euro.
Im Bauwesen sieht es jedoch düster aus: Die Baugenehmigungen sind im Mai stark zurückgegangen, was auf die hohen Baukosten und Zinsen zurückzuführen ist. Das Gewos-Institut zeigte zudem, dass die Käufe von Bauland auf den niedrigsten Stand seit mindestens 1995 gesunken sind.