Exxon Mobil hat die Gewinnprognosen übertroffen, nachdem die Übernahme von Pioneer Natural Resources für 63 Milliarden US-Dollar die Öl- und Erdgasproduktion auf ein Rekordniveau gehoben hat. Der Ölgigant erzielte im zweiten Quartal einen Gewinn von 2,14 US-Dollar pro Aktie, 11 Cent über dem Konsens von Bloomberg. Die Übernahme, die Anfang Mai abgeschlossen wurde, trug dazu bei, Exxons Gesamtproduktion um 15 Prozent zu steigern und leitete durchschnittliche Tagesausgaben von über 4 Millionen Barrel für das Jahr ein. Diese herausragenden Ergebnisse bestätigen die Position Exxons als führender Ölkonzern und ermöglichen es dem Unternehmen, seine Aktienrückkäufe um 15 Prozent auf 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu steigern – trotz ungünstiger Marktbedingungen. „Es zeigt, wie gut wir Kapital zuweisen, indem wir in Dinge investieren, die gute Renditen generieren“, sagte Kathy Mikells, Chief Financial Officer von Exxon, in einem Interview. „Gleichzeitig werden wir im Geschäft effizienter. Das ist eine ziemlich starke Kombination.“ Während viele Ölproduzenten ihre Aktionäre in den letzten Jahren durch steigende Renditen erfreuten und gleichzeitig in kohlenstoffarme Alternativen investierten, musste Exxon nie den Fokus von fossilen Brennstoffen abwenden. Diese Strategie ermöglichte es dem Unternehmen, die Produktion vor allem durch wachstumsstarke Projekte in Guyana und dem Permian Basin deutlich zu steigern. Die Produktion in Guyana und dem Permian Basin erreichte im zweiten Quartal Rekordhöhen. Durch den Abschluss der Pioneer-Übernahme ist Exxon jetzt der größte Produzent im Permian Basin. „Das gibt uns einen wirklich großen Schub“, kommentierte Mikells den Deal. Exxon plant, die jährlichen Investitionsausgaben um 12 Prozent auf 28 Milliarden US-Dollar zu erhöhen, was mit den vorherigen Ausgaben von Pioneer übereinstimmt. Mikells betonte, dass die Kosteneinsparungen durch den Integrationsprozess die Erwartungen übertreffen. Der Bereich der Ölraffinierung, in dem Exxon eine größere Präsenz als seine Mitbewerber hat, zeigte sich dieses Jahr schwächer, da die Nachfrage nach Benzin und Diesel hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Margen für die Kraftstoffherstellung wurden durch höhere Preise für schwere Rohölsorten, insbesondere aus Kanada, unter Druck gesetzt.
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Exxon Mobil glänzt mit Rekordgewinn nach Übernahme von Pioneer Natural Resources