17. Juli, 2026

Märkte

Europas Rechtsruck setzt Euro unter Druck

Europas Rechtsruck setzt Euro unter Druck

Der Euro hat zum Wochenbeginn erhebliche Kursverluste hinnehmen müssen und reagiert damit sensibel auf den jüngsten politischen Rechtsruck in Europa. Die Gemeinschaftswährung notierte am Morgen bei 1,0748 US-Dollar, ein Wert, der zuletzt vor etwa einem Monat erreicht wurde. Damit fällt der Euro im Vergleich zum Freitagabend um etwa einen halben Cent. Vor dem Wochenende hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch deutlich höher auf 1,0898 Dollar festgelegt.

Während der Wahl zum Europäischen Parlament erzielten vor allem rechte Parteien markante Erfolge. In Frankreich ging die rechtspopulistische Partei Rassemblement National von Marine Le Pen als Sieger hervor. Präsident Emmanuel Macron reagierte daraufhin prompt und kündigte eine vorgezogene Neuwahl der Nationalversammlung an. Trotz dieses Rechtsrucks bleibt das proeuropäische Lager im Europaparlament weiterhin die dominierende Kraft.

Im weiteren Verlauf des Tages werden Anleger ein Augenmerk auf den Sentix-Konjunkturindikator legen. Dieser Stimmungsbarometer ist von großer Bedeutung, da er als Wegweiser für andere Frühindikatoren wie die ZEW-Konjunkturerwartungen oder das Ifo-Geschäftsklima dient. Der Höhepunkt der Woche wird jedoch am Mittwoch erwartet, wenn die US-Zentralbank Fed ihre Zinsentscheidung bekannt gibt.