09. Juli, 2026

Wirtschaft

Euro zeigt leichte Erholung – Uneinheitliche Wachstumsdaten aus der Eurozone

Euro zeigt leichte Erholung – Uneinheitliche Wachstumsdaten aus der Eurozone

Der Euro hat am Dienstag gegenüber dem US-Dollar an Wert gewonnen. Am Vormittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung zu einem Wechselkurs von 1,0830 Dollar gehandelt, nachdem sie am Morgen noch geringfügig niedriger notiert hatte. Als Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank zuletzt am Montagnachmittag 1,0817 Dollar festgesetzt.

Die am Vormittag veröffentlichten Wirtschaftswachstumszahlen aus den großen Volkswirtschaften der Eurozone fielen hingegen gemischt aus. Während das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um 0,1 Prozent zum Vorquartal schrumpfte und somit die Erwartungen der Volkswirte enttäuschte, zeigten sich Frankreich und Spanien gegenüber ihren Prognosen als wachstumsstärker. In Italien entsprach das BIP den Vorhersagen der Analysten.

Diese Entwicklung kommentierte Klaus Wohlrabe, Leiter der Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts: "Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest. Auch für das dritte Quartal 2024 ist kaum Besserung zu erwarten." Dabei wies er insbesondere auf die industriellen Sektoren hin, in denen die erhoffte Trendwende weiterhin ausbleibt. Auch der private Konsum zeigt Anzeichen einer schleppenden Erholung.

Mit großer Spannung blickt der Markt nun auf die bevorstehende Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten aus Deutschland. Erwartet wird, dass die Jahresrate im Juli bei 2,2 Prozent verharrt. Erste Daten aus den einzelnen Bundesländern sind bislang uneinheitlich ausgefallen.