11. Juli, 2026

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Euro fällt nach Europawahl – Rechte Erfolge belasten Gemeinschaftswährung

Euro fällt nach Europawahl – Rechte Erfolge belasten Gemeinschaftswährung

Die Europawahlen haben am Montag deutliche Spuren am Devisenmarkt hinterlassen. Die europäische Gemeinschaftswährung Euro verlor an Wert und notierte am Nachmittag bei 1,0738 US-Dollar, nachdem sie zeitweise sogar den niedrigsten Stand seit Anfang Mai erreicht hatte. Noch am Vorabend lag der Kurs über 1,08 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0756 Dollar fest. Ein Dollar kostete somit 0,9297 Euro.

Vor allem die Erfolge rechter Parteien bei den Europawahlen haben zur Verunsicherung beigetragen. In Frankreich konnte sich Marine Le Pens Partei Rassemblement National durchsetzen. Dies veranlasste Präsident Emmanuel Macron, eine vorgezogene Neuwahl der Nationalversammlung anzukündigen. Dennoch bleibt das proeuropäische Lager im Europaparlament die dominierende Kraft.

Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann sieht langfristig Gefahren für den Euro. Die europäische Einigung erscheine fragiler, jedoch habe die weitverbreitete Europa-Skepsis bislang keinen großen Schaden angerichtet. „Das Risiko, dass sich dies ändert, hat jedoch gestern zugenommen“, so Leuchtmann.

Trotz positiver Konjunkturdaten aus der Eurozone, die vom Analyseinstitut Sentix erhoben wurden, erhielt der Euro keine spürbare Unterstützung. Der Sentix-Konjunkturindikator stieg im Juni bereits zum achten Mal in Folge. Das Institut spricht von einem fortschreitenden Erholungstrend, der jedoch nur langsam verläuft.

Impulse aus den USA blieben am Nachmittag aus, da keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht wurden. Hier warten die Marktteilnehmer auf die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed, die am Mittwoch erwartet werden. Aufgrund der anhaltend hohen Inflation wird keine Zinssenkung erwartet.

Die EZB setzte zudem Referenzkurse für andere wichtige Währungen fest. Ein Euro kostete 0,84565 britische Pfund, 168,74 japanische Yen und 0,9637 Schweizer Franken. In London wurde eine Feinunze Gold am Nachmittag mit 2303 Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 10 Dollar im Vergleich zum Freitag entspricht.