08. Juli, 2026

Wirtschaft

Erzeugerpreise in der Eurozone: Rückgang verlangsamt sich weiter

Erzeugerpreise in der Eurozone: Rückgang verlangsamt sich weiter

In der Eurozone hat sich der Rückgang der Erzeugerpreise im Juni weiter verlangsamt. Gemäß der aktuellen Mitteilung des Statistikamts Eurostat in Luxemburg sanken die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,2 Prozent. Damit lag der Rückgang etwas unter den Erwartungen der Volkswirte, die im Schnitt mit 3,3 Prozent gerechnet hatten. Im Mai waren die Erzeugerpreise noch um 4,1 Prozent gesunken, doch seit September zeigt der Preisverfall eine tendenzielle Abschwächung.

Im Monat-zu-Monat-Vergleich stiegen die Erzeugerpreise im Juni um 0,5 Prozent – ein Anstieg, der weitgehend dem Marktkonsens entsprach. Besonders markant war der Rückgang der Energiepreise, die im Jahresvergleich um 9,4 Prozent sanken. Dieser Rückgang hat sich jedoch erneut abgeschwächt. Vorleistungsgüter zeigten sich ebenfalls günstiger als im Vorjahr.

Nichtsdestotrotz mussten für Gebrauchs-, Investitions- und Verbrauchsgüter höhere Preise bezahlt werden. Diese Entwicklung bei den Erzeugerpreisen hat tendenziell auch Auswirkungen auf die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Im Juni hatte die Notenbank erstmals seit Beginn der Inflationswelle die Zinsen gesenkt, ihre Leitzinsen jedoch im Juli unverändert belassen.